Wahlen in Kaschmir: Wahl in pakistanischem Teil Kaschmirs beginnt unter Protesten

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Regionalwahlen in Kaschmir gingen monatelange Proteste voraus. Bewohner sehen im Wahlrecht ein Einfallstor für die Einmischung der pakistanischen Zentralregierung.

Quelle: DIE ZEIT, dpa, 27. Juli 2026, 8:56 Uhr

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Protest im Neelum Valley im pakistanischen Teil von Kaschmir © Naseer Ud Din/​Reuters

Im pakistanischen Teil der Region Kaschmir, die größtenteils zwischen Pakistan und Indien aufgeteilt ist, haben Regionalwahlen begonnen. Im Gebiet Mirpur können die Einwohner bereits abstimmen, während die Abstimmung in anderen Wahlkreisen nach Angaben der Wahlbehörde Anfang August beginnen soll. 

Die Wahl steht unter dem Eindruck fast zwei Monate lang anhaltender Proteste gegen das örtliche Wahlrecht. Es erlaubt, dass in Pakistan lebende Flüchtlinge aus dem indischen Teil Kaschmirs auch von anderen Provinzen aus für die Lokalregierung im pakistanischen Kaschmir abstimmen dürfen. Beobachter sehen darin die Möglichkeit einer Einmischung der pakistanischen Regierung in Islamabad in örtliche Angelegenheiten.

Bei den Protesten sind nach Angaben des lokalen Netzwerks JAAC in den vergangenen Wochen 40 Menschen bei Zusammenstößen mit Einsatzkräften getötet worden. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden sechs Einsatzkräfte getötet. Zentrum der Proteste ist die Stadt Rawalakot. Sie liegt in einem Teil Kaschmirs, in dem erst im August gewählt werden soll. Das JAAC-Netzwerk hatte sich vor den Wahlen für eine Änderung des Wahlrechts eingesetzt und wurde daraufhin verboten. Darauf folgten wochenlange Sitzproteste und eine Internetsperre. 

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