US-Präsident Donald Trump will Kuba »ziemlich bald fallen« sehen

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In dem Telefonat mit einer Reporterin des Senders behauptete Trump weiter: »Sie wollen unbedingt einen Deal.« Er werde deshalb »Marco« – gemeint ist Außenminister Rubio – »dorthin schicken und wir werden sehen, wie sich das entwickelt«, so der US-Präsident.

»Wir könnten sie alle gleichzeitig angehen, aber dann passieren schlimme Dinge«

Mit Blick auf Rubios aktuell recht vollen Terminkalender angesichts der weltweiten Krisen sagte Trump, sein Außenminister »erledigt gerade seine Arbeit, und als Nächstes wollen wir dieses besondere Kuba-Projekt angehen«. Im Moment allerdings warte Rubio noch. »Wir könnten sie alle gleichzeitig angehen, aber dann passieren schlimme Dinge. Wenn man Länder im Laufe der Jahre beobachtet, macht man es bei allen zu schnell, passieren schlimme Dinge. Wir werden nicht zulassen, dass diesem Land etwas Schlimmes passiert,« sagte der US-Präsident.

Trump sprach in dem Interview über die außenpolitischen Erfolge seiner zweiten Amtszeit. Seine Regierung werde sich jetzt »voll und ganz« auf Kuba konzentrieren, kündigte er an: »Wir haben noch genügend Zeit, aber Kuba ist bereit – nach 50 Jahren«, fügte er hinzu.

Den Zeitrahmen wiederholte er anschließend noch einmal: Er habe die Lage »50 Jahre lang beobachtet, und es ist mir direkt in den Schoß gefallen, wegen mir, es ist gefallen, aber es ist trotzdem direkt in den Schoß gefallen. Und wir machen uns sehr gut«, fuhr er fort.

Trump droht Kuba schon länger

Tags zuvor hatte Trump im Weißen Haus bereits gesagt, es sei nur eine »Frage der Zeit«, bis amerikanische Kubaner in ihr Heimatland zurückkehren könnten. Schon im Januar hatte er einen Versorgungsstopp für den Inselstaat verhängt: »Es wird kein Öl oder Geld mehr nach Kuba gehen – null!«, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

Nach dem Angriff auf Venezuela am 3. Januar und der Übernahme der dortigen Ölindustrie verhinderte die Trump-Regierung, dass Venezuela Öl nach Kuba schickte. Die kubanische Regierung war aber auf Öllieferungen des befreundeten Staats angewiesen, um etwa ein Drittel der täglich benötigten 100.000 Barrel für den Betrieb von Fabriken, öffentlichen Nahverkehr und die Stromversorgung zu erhalten, recherchierte die »New York Times«

Seitdem spitzt sich die Lage in Kuba immer weiter zu, Trumps Ölembargo hat die schlimmste Versorgungskrise seit Jahrzehnten ausgelöst , das Land war zeitweise auf Hilfen aus dem Ausland angewiesen. Gleichzeitig wuchs die Angst vor einem Angriff der USA: »Ich habe Angst vor einer militärischen Invasion«, sagte eine Kubanerin jüngst zur »New York Times «. »Das ganze Land hat Angst.«

Trumps Regierung hatte demnach wiederholt angedeutet, dass ihr Plan darin bestehe, dass die kubanische Regierung unter dem Gewicht der Wirtschaftssanktionen zusammenbricht – und nicht durch Raketenbeschuss. Am Tag nach der Entführung Maduros sagte Trump auf die Frage, ob in Kuba ähnliche Maßnahmen denkbar seien: »Ich denke, es wird einfach fallen. Ich glaube nicht, dass wir irgendwelche Maßnahmen brauchen. Sieht so aus, als würde es passieren. Es geht bald zu Ende.«

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