Die USA und Ecuador haben gemeinsame Militäroperationen zur Bekämpfung des Drogenhandels in dem südamerikanischen Land begonnen. »Die Menschen in Ecuador haben [...] die Gewalt und die zerstörerischen Folgen des Drogenterrorismus hautnah und in ihrer Nachbarschaft erlebt«, erklärte der Kommandeur des US-Südkommandos, General Francis Donovan, auf der Plattform X. Es sei an der Zeit, entschlossen gegen »diese Plage« vorzugehen.
Erste gemeinsame Einsätze hätten am Dienstag stattgefunden, teilte der Chef der ecuadorianischen Streitkräfte, Henry Delgado, mit. Laut einem Bericht der »New York Times« beraten US-Spezialkräfte ecuadorianische Kommandos bei Razzien gegen mutmaßliche Drogenschmuggelanlagen und liefern Geheimdienst- sowie Logistikunterstützung. An den eigentlichen Einsätzen seien sie demnach nicht beteiligt.
Fast vier Tonnen Kokain beschlagnahmt
Gleichzeitig gab es Zugriffe von Ermittlern in Europa, die mit den Behörden in Ecuador koordiniert waren. Laut Europol richteten sich die Operationen gegen das ecuadorianische Drogenkartell »Los Lobos«. In Belgien wurden 3,2 Tonnen Kokain beschlagnahmt. Hinzu kamen knapp 600 Kilogramm Kokain, die in Ecuador sichergestellt wurden. In Europa wurden zudem 810.000 US-Dollar in bar beschlagnahmt, sowie vier Handfeuerwaffen und zwei Gewehre. Es habe 16 Festnahmen gegeben und 26 Hausdurchsuchungen, berichtete Europol .
Bei den Zugriffen in Ecuador war auch mindestens ein Hubschrauber involviert. Dieser ist in einem 30-sekündigen Video zu sehen, das vom US-Südkommando auf X veröffentlicht wurde. Es zeigt, wie der Hubschrauber über eine Gruppe von Männern am Boden fliegt. Informationen über den Ort wurden nicht veröffentlicht.
»Wir ergreifen entschlossene Maßnahmen, um Narko-Terroristen entgegenzutreten, die seit Langem Terror, Gewalt und Korruption über die Bürger der gesamten Hemisphäre verbreiten«, hieß es in dem Beitrag weiter.

vor 2 Stunden
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