Nach dem Skeletonfahrer Wladyslaw Heraskewytsch bekommt nun auch das ukrainische Team bei den Paralympischen Winterspielen Probleme. Seine Outfits seien zu politisch.
3. März 2026, 14:35 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, edd
Die ukrainischen Athleten dürfen bei den
Paralympischen Winterspielen in Italien nicht in ihrer Teamkleidung
antreten. Auf den Anzügen ist eine Landkarte der Ukraine zu
sehen mit den Grenzen
von 1991 – also einschließlich der Krim und der aktuell von Russland
besetzten Gebiete.
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"Gemäß den IPC-Regeln für Paralympics-Uniformen sind 'Texte von Nationalhymnen, motivierende Worte, öffentliche/politische Botschaften oder Slogans, die sich auf die nationale Identität beziehen' verboten", teilte ein Sprecher des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) auf Anfrage mit. Die Landkarte eines Landes falle unter diese Kategorie. Im Dialog mit dem Ukrainischen Paralympischen Komitee sei jedoch innerhalb von 24 Stunden eine Alternative vorgelegt worden, die vom IPC genehmigt wurde.
"Beschämende Entscheidung"
Der Chef des Ukrainischen Paralympischen Komitees, Walerij Suschkewytsch, kritisierte das Verbot. Die Uniform sei "sehr schön, sehr symbolisch" gewesen und habe in aller Eile gewechselt werden müssen. "Wir haben es gerade noch geschafft, eine neue Uniform fertig zu stellen", sagte Suschkewytsch.
Zu Wort meldete sich auch der ukrainische Skeletonfahrer Wladyslaw Heraskewytsch, der in Mailand aufgrund seines Helmes für Wirbel gesorgt hatte. Auf Instagram bezeichnete er das Verbot als "beschämende Entscheidung".
Der 27-Jährige war bei den Winterspielen in Italien kurz vor dem Start der Skeleton-Rennen disqualifiziert worden, weil er nicht auf seinen vom IOC untersagten Helm verzichten wollte. Der Kopfschutz zeigte die Bilder von mehr als 20 Sportlerinnen und Sportlern, die infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine getötet worden sind.

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