Ostafrika: UN melden getötete Zivilisten bei Angriffen im Südsudan

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Nahe der sudanesischen Grenze haben Bewaffnete im Südsudan Angriffe verübt. Zivilisten brachten sich in einem Stützpunkt von UN-Blauhelmsoldaten in Sicherheit.

2. März 2026, 5:10 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP,

 UN-Friedenstruppen sind im Südsudan unterwegs.
UN-Friedenstruppen sind im Südsudan unterwegs. © Florence Miettaux/​picture alliance /​ ASSOCIATED PRESS

Bei Angriffen im Südsudan sind UN-Angaben zufolge zahlreiche Menschen getötet worden. Bei Angriffen von Bewaffneten auf die Ortschaft Abiemnom nahe der Grenze zum Sudan seien innerhalb von 48 Stunden "dutzende Zivilisten und mehrere örtliche Beamte" getötet und 23 weitere Menschen verletzt worden, teilte die UN-Mission Unmiss mit.

Die Blauhelmsoldaten der UN-Mission böten derzeit über 1.000 Menschen vorübergehenden Schutz in ihrem Stützpunkt. "Ich fordere alle Beteiligten auf, die Kampfhandlungen unverzüglich einzustellen und einen konstruktiven Dialog aufzunehmen", sagte Unmiss-Chefin Anita Kiki Gbeho.

Lage seit Längerem angespannt

Der Südsudan ist das jüngste Land der Welt und hatte sich 2011 vom Sudan abgespalten. In den vergangenen Monaten hatte sich die Lage im Land zunehmend verschlechtert, nachdem der Konflikt zwischen Anhängern des Präsidenten Salva Kiir und Unterstützern des Ende März festgenommenen Vizepräsidenten Riek Machar wieder aufgeflammt war. Ein 2018 geschlossenes Friedensabkommen, das einen fünfjährigen Bürgerkrieg mit rund 400.000 Toten beendet hatte, war vor wenigen Wochen gescheitert. Seitdem kam es erneut zu zahlreichen gewaltsamen Zusammenstößen.

An der UN-Blauhelmmission Unmiss im Südsudan beteiligt sich die Bundeswehr seit 2011 vor allem mit Einzelpersonal in Stäben und Hauptquartieren der Vereinten Nationen. Die Obergrenze lag hier bei 50 Einsatzkräften. Ziele der Mission sind unter anderem der Bevölkerungsschutz, die Wahrung der Menschenrechte und der Zugang zu humanitärer Hilfe in dem seit 2011 unabhängigen Land in Ostafrika.

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