Militärübung: Taiwan probt ab Anfang August für den Fall einer chinesischen Invasion
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Bei einem jährlichen Manöver probt Taiwan für den Fall eines chinesischen Angriffs. In diesem Jahr soll unter anderem die Verlagerung von Waffenfabriken getestet werden.
Quelle: DIE ZEIT,
Reuters,
tlf
28. Juli 2026, 13:43 Uhr
Artikelzusammenfassung
Taiwan zieht im August den Ernstfall durch den Simulator. Beim neuntägigen Großmanöver ab dem 5. August probt die demokratisch regierte Insel nicht nur klassische Defense-Szenarien, sondern erstmals auch die Verlagerung von Waffenfabriken und die Umrüstung ziviler Betriebe auf Military Production – ein ziemlich unmissverständlicher Reality-Check angesichts der Drohkulisse aus Peking. Hintergrund sind wachsende Spannungen in der Taiwanstraße, wo Chinas Küstenwache immer präsenter auftritt und Taiwans Militärführung den chinesischen Übungen vorwirft, eher Generalprobe als bloßes Säbelrasseln zu sein. Konkret sollen ein Waffenarsenal in Taipeh verlegt und sogar mobile Datennetze gedrosselt werden, um zu testen, wie Kommunikation funktioniert, wenn Kommandozentralen, Häfen und Industriestandorte ausfallen oder unter Beschuss geraten. Das Manöver zeigt damit, wie sehr moderne Kriegsplanung längst nicht mehr nur aus Panzern und Patrouillen besteht, sondern aus Logistik, Resilienz, Netzkapazität und der unbequemen Frage, wie eine offene Gesellschaft im Krisenmodus weiter sendet, produziert und durchhält.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Taiwan probt für den Ernstfall einer chinesischen Invasion und will dabei erstmals die Verlagerung von Waffenfabriken testen. Bei dem neuntägigen Großmanöver, das jährlich stattfindet und dieses Jahr am 5. August startet, solle zudem die Umstellung ziviler Fabriken auf eine Militärproduktion simuliert werden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Damit will sich die demokratisch regierte Insel für den Fall wappnen, dass China bei einem Angriff gezielt Kommandozentralen, Häfen und wichtige Industriestandorte lahmlegt.
Zuletzt nahmen die Spannungen zwischen beiden Staaten zu, vor allem die chinesische Küstenwache ist rund um die Insel zunehmend aktiv. Der taiwanesische Generalmajor Lu Wen-yuan warf China vor, seine jährlichen Militärübungen als Deckmantel zu nutzen, »um Pläne für einen Angriff auf Taiwan zu verbergen und gleichzeitig die letzten Angriffsvorbereitungen zu treffen«. Bei dem nun anstehenden Manöver soll die Verlagerung eines Waffenarsenals in der Hauptstadt Taipeh geprobt werden. Erstmals soll zudem die Geschwindigkeit des mobilen Internets gedrosselt werden. Ziel ist es, die Kommunikation der Bevölkerung für den Fall zu testen, dass die Kapazitäten zur Datenübertragung begrenzt sind.