Melania Trump, First Lady:
»Die 10.113. Sitzung des Sicherheitsrats ist eröffnet.«
Ungewohnter Anblick im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen: Als erste First Lady hat Melania Trump eine Sitzung des mächtigsten Uno-Gremiums geleitet. Das Thema: Kinder, Technologie und Bildung in Konfliktsituationen.
Melania Trump, First Lady:
»Die USA stehen allen Kindern auf der ganzen Welt zur Seite. Ich hoffe, dass ihr bald Frieden finden werdet.«
Melania Trumps Auftritt verwundert, mitunter irritiert er auch. Zum einen, weil ihr Ehemann und US-Präsident Donald Trump der Uno in der Vergangenheit »Versagen« und »leere Worte« bescheinigt hatte. Zum anderen, weil die USA sich im vierten Tag eines vermeintlich längeren Krieges in Iran befinden.
Dass die dritte Ehefrau Donald Trumps mitunter Signale sendet, die nicht deckungsgleich mit denen ihres Mannes sind, ist nicht neu. Doch nach wie vor ist nicht ersichtlich, ob sich hinter solchen Auftritten eine bestimmte Kommunikationsstrategie verbirgt.
Melania Trump, First Lady:
»Frieden muss nicht zerbrechlich sein.«
Unabhängig vom Vorsitz der First Lady kritisierte der UN-Botschafter Irans den Zeitpunkt der Sitzung mit einem derartigen Thema.
Amir Saeid Iravani, iranischer UN-Botschafter:
»... während sie gleichzeitig Raketenangriffe auf iranische Städte fliegen, Schulen bombardieren und Kinder töten. Für die Vereinigten Staaten bedeutet der Schutz von Kindern und die Wahrung der internationalen Sicherheit offenbar etwas ganz anderes als für die Vereinten Nationen.«
Die USA haben im März turnusmäßig den Vorsitz im wichtigsten Uno-Gremium übernommen. Üblicherweise führen Botschafter oder Regierungsvertreter durch die Sitzungen. Ihren Partnern und Partnerinnen war bislang meist das Rahmenprogramm von Uno-Veranstaltungen vorbehalten.
Die Organisation selbst begrüßte den Auftritt der First Lady.

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