Die US-Meisterschaft im Halbmarathon in Atlanta ist im Chaos geendet. Gut 3,22 Kilometer vor dem Ziel wurde das führende Trio von einem Begleitfahrzeug auf die falsche Strecke geführt – Jess McClain, Ednah Kurgat und Emma Hurley mussten umdrehen und verpassten den Sieg deutlich.
Molly Born, die zuvor mehr als eine Minute hinter den Führenden lag, gewann das Rennen, Carrie Ellwood und Annie Rodenfels belegten die Plätze zwei und drei. McClain, Hurley und Kurgat kamen mit rund zwei Minuten Rückstand auf Born auf den Plätzen neun, zwölf und dreizehn ins Ziel.
Born schrieb danach in den sozialen Medien, dass sie sich »nicht wie die Siegerin der USATF Halbmarathon-Meisterschaften 2026« fühle. »Weil ich weiß, dass ich nicht die Siegerin sein sollte.«
Fehler soll Folge eines Unfalls gewesen sein
Die Veranstalter des »Atlanta Track Club« versuchten danach, das Malheur zu erklären. Der Fahrer des Führungswagens habe angenommen, dass das Rennen am Sonntag nach einem Unfall umgeleitet worden sei, hieß es von den Veranstaltern.
Ein Offizieller sei auf einer Fußgängerbrücke angefahren worden. »Da die Kreuzung und die Verkehrsleitkegel für das Rennen wegen der Ankunft der Rettungsfahrzeuge nicht wieder aufgebaut worden waren, folgte der Fahrer einem Polizeimotorrad und verließ die Strecke«, teilten die Veranstalter laut »The Athletic« mit.
Sie übernahmen die Verantwortung für den Fehler. Das verlorene Preisgeld soll ersetzt werden. McClain erhält demnach 20.000 US-Dollar (gut 17.000 Euro). Hurley und Kurgat bekommen jeweils die Hälfte des Preisgeldes für den zweiten und dritten Platz, also jeweils 9500 US-Dollar (8200 Euro).
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Aber auch um die Folgen des Rennergebnisses gibt es Diskussionen. Denn die Siegerin des Laufs qualifiziert sich automatisch für die Weltmeisterschaften im September in Dänemark. Eigentlich.
Born forderte nun, dass die drei Läuferinnen, die das Rennen angeführt hatten, die USA in Dänemark vertreten sollten. »Wenn mir ein Platz im WM-Team für Kopenhagen angeboten wird«, sagte sie, »werde ich ihn nicht annehmen, denn ich habe ihn nicht verdient.«
Der US-amerikanische Leichtathletikverband erklärte jedoch, dass »das Team erst im Mai offiziell ausgewählt wird« und man »die Ereignisse von Atlanta sorgfältig prüfen« werde.

vor 6 Stunden
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