Krieg gegen die Ukraine: EU bestellt wegen Luftraumverletzungen Vertreter Russlands ein

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Die EU wirft Russland vorsätzliche Verletzungen des europäischen Luftraums vor. Am Wochenende hatte Rumänien mehrere Drohnen über seinem Staatsgebiet abgeschossen.

Quelle: DIE ZEIT, dpa, AP, 28. Juli 2026, 15:39 Uhr

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Eine Shahed-136-Angriffsdrohne iranischen Typs, die auch in Russland hergestellt wird, im Dezember 2025 über Kyjiw. Es ist der von Russland am häufigsten genutzte Drohnentyp bei Angriffen auf die Ukraine. © Sergei Supinsky/​AFP/​Getty Images

Die EU hat als Reaktion auf mehrere Verletzungen europäischen Luftraums durch russische Drohnen den russischen Geschäftsträger einbestellt. »Wir haben unsere scharfe Verurteilung der vorsätzlichen Verletzung des rumänischen Luftraums durch russische Drohnen zum Ausdruck gebracht«, sagte ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas. 

Zwischen Freitag und Sonntag hatten F-16-Kampfjets der rumänischen Luftwaffe erstmals seit Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine drei Drohnen in rumänischem Luftraum abgeschossen. Bereits in der Vergangenheit waren russische Drohnen bei Angriffen auf Ziele in der West- und Südukraine, etwa die Schwarzmeer- und Donauhäfen nahe der rumänischen Grenze, in den Luftraum Rumäniens gelangt. 

Allerdings hatte Rumänien bislang stets darauf verzichtet, die Drohnen abzuschießen, und sie teilweise wieder in die Ukraine zurückfliegen lassen. Auch hatten rumänische Piloten bereits im Mai eine vom Kurs abgekommene ukrainische Drohne abgeschossen, dieser Vorfall hatte sich allerdings in Estland und nicht in rumänischem Luftraum ereignet. 

Bei den jüngsten Fällen handelte es sich nach Angaben der rumänischen Außenministerin Oana Toiu zweifelsfrei um russische Drohnen. Das sei anhand der vom Verteidigungsministerium in Bukarest sichergestellten Trümmer der abgeschossenen Drohnen nachgewiesen worden. Das rumänische Außenministerium hatte den russischen Botschafter bereits am Montag einbestellt und ihm die Trümmerteile präsentiert. Zudem wurde ein russischer Diplomat des Landes verwiesen. 

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