Schauspieler Jimi Blue Ochsenknecht (»Die wilden Kerle«) hat einen Strafbefehl des Amtsgerichts München wegen Betruges akzeptiert. Demnach hatte der 34-Jährige im März 2022 in einem asiatischen Restaurant und in einer Cocktailbar im österreichischen Graz gegessen und getrunken, ohne die Rechnung zu bezahlen. Nach dpa-Informationen ging es insgesamt um Speisen und Getränke im Wert von rund 1900 Euro.
Am Montag hätte eigentlich eine Gerichtsverhandlung stattfinden sollen, weil Ochsenknecht gegen den Strafbefehl zunächst Einspruch eingelegt hatte, sagte eine Sprecherin des Gerichts auf SPIEGEL-Anfrage. Dieser Einspruch sei kurz vor Beginn des Termins zurückgezogen worden. Die Sitzung habe daher nicht stattgefunden.
Ochsenknechts Anwalt sagte der Münchner Zeitung »tz« , man habe zunächst wegen »einer fehlerhaften Zustellung« vorsorglich Rechtsmittel gegen den Strafbefehl eingelegt, diese aber inzwischen zurückgenommen: »Der Strafbefehl wurde nun akzeptiert, um die Verantwortung zu übernehmen und einen Schlussstrich zu ziehen.«
»Früher nicht alles richtig gemacht«
Der Schauspieler selbst sagte in seinem Instagram-Video, er habe die Rechnung »schon längst« beglichen. »Ich habe früher nicht alles richtig gemacht, deswegen habe ich den Einspruch zurückgenommen, habe gesagt, ich bin schuld, habe mich entschuldigt, ich nehme die Schuld auf mich – aber versuche seit letztem Jahr, alles richtig zu machen, besser zu machen«, sagte Ochsenknecht. »Ich arbeite charakterlich, beruflich an mir, finanziell an mir.«
Nach Gerichtsangaben ist der Strafbefehl damit rechtskräftig, was eine Verurteilung bedeutet. Ochsenknecht muss demnach 80 Tagessätze in einer »mittleren zweistelligen« Höhe zahlen – er gilt damit jedoch nicht als vorbestraft. Das wäre erst dann der Fall, wenn er zu mehr als 90 Tagessätzen oder zu einer Freiheitsstrafe von mehr als drei Monaten verurteilt worden wäre. Die Höhe der Summe, die der Schauspieler zahlen muss, wurde nicht mitgeteilt.
In einem anderen Verfahren hatte sich Ochsenknecht im vergangenen August vor dem Landesgericht Innsbruck verantworten müssen. Auch da ging es um Zechprellerei: Mit einer Männergruppe war er Ende 2021 im Tiroler Ort Kirchberg im luxuriösen Hotel Sonne zu Gast gewesen und hatte die Rechnung in Höhe von rund 14.000 Euro nicht bezahlt. Der Prozess in Innsbruck endete mit einer Diversion: Der 33-Jährige stimmte einer Geldstrafe von 18.000 Euro zu, eine Verurteilung gab es nicht. Die Hotelrechnung hatte zuvor eine frühere Partnerin Ochsenknechts beglichen.

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