Bodycam-Aufnahmen der Polizei zeigen das Ausmaß der Zerstörung im Inneren eines Einkaufszentrums im Süden Japans. Zwischen Trümmern und freiliegenden Stahlträgern suchen Einsatzkräfte nach möglichen Verschütteten – wie viele es sind, ist noch unklar.
Etwa eine Stunde nach dem schweren Erdbeben am Dienstag geschah hier in derPräfektur Kumamoto die zweite Katastrophe: Offenbar ausgelöst durch ein Gasleck, gab es in dem Einkaufszentrum eine Explosion – das Gebäude stürzte in großen Teilen ein. Das zweite Stockwerk brach in sich zusammen und begrub mehrere Menschen unter den Trümmern. Acht konnten bisher gerettet werden, drei von ihnen überlebten das Unglück nicht.
Auch am Mittwoch durchkämmen Polizisten, Soldaten und Rettungskräfte das schwer beschädigte Einkaufszentrum auf der Suche nach weiteren Überlebenden.
Das Erdbeben, das am Dienstag den Südwesten Japans erschütterte, hatte eine Stärke von 7,1. In Zehntausenden Haushalten fiel der Strom aus, Straßen wurden in weiten Teilen der Region zerstört. Auch einige Auto- und Chiphersteller mussten ihre Produktion vorübergehend stoppen.
Mindestens 13 Menschen kamen bisher durch das Beben ums Leben, doch die Zahl könnte noch steigen. Es sei ein Wettlauf gegen die Zeit, sagte Premierministerin Sanae Takaichi. Ihre Regierung werde alles daransetzen, so viele Menschen wie möglich zu finden und zu retten.

vor 11 Stunden
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