
Trump warnt Iran vor Scheitern von Gesprächen
US-Präsident Donald Trump hat den Iran vor einem Scheitern der laufenden diplomatischen Bemühungen gewarnt. Die USA befänden sich in »sehr tiefgreifenden Gesprächen« mit der iranischen Regierung, sagte Trump dem Nachrichtenportal Axios. Es bliebe jedoch nicht viel Zeit, um zu einer Lösung zu kommen. Zugleich drohte er mit einem harten militärischen Vorgehen, sollten die Gespräche zu keiner Einigung führen.
„Entweder es geht schnell oder gar nicht.“
Donald TrumpDie USA und der Iran hatten ihre direkten militärischen Angriffe am Wochenende überraschend ausgesetzt, um eine diplomatische Beilegung des Konflikts auszuloten.

Saudi-Arabien meldet Drohnenangriffe
Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben mehrere Drohnen abgefangen und zerstört. Das teilte das Verteidigungsministerium des Landes mit. Die Drohnenangriffe zielten demnach auf Ölanlagen im Osten des Landes und in Riad. Laut dem Ministerium waren die Drohnen von Milizen im Irak abgefeuert worden, die vom Iran unterstützt würden. Saudi-Arabien behalte sich das Recht vor, auf den Angriff zu reagieren, hieß es weiter. Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten machte das Ministerium zunächst nicht.
Unterdessen teilte die jemenitische Huthi-Miliz mit, Ziele in Saudi-Arabien attackiert zu haben. Erst am Samstag hatte die Miliz einen Angriff für sich reklamiert.
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US-Pentagon ändert Statistik zu Kriegsverlusten
Das US-Verteidigungsministerium hat die Erfassung der eigenen Verluste im Iran-Krieg überarbeitet. Die vier getöteten US-Soldaten, die bislang in der offiziellen Statistik aufgeführt waren, erscheinen dort nicht mehr. Stattdessen wurden sie in eine neu geschaffene Kategorie verschoben.
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Revolutionsgarde will sechs Schiffe in der Straße von Hormus gestoppt haben
Die iranische Revolutionsgarde hat nach eigenen Angaben sechs Schiffe in der Straße von Hormus angehalten. Wie das iranische Staatsfernsehen meldete, feuerte die Marine der Revolutionsgarde in der Nacht Warnschüsse wegen der Schiffe ab. Diese hätten eine nicht genehmigte Route durch die Meerenge befahren wollen und seien daraufhin umgekehrt. Es habe zudem einen nicht näher erläuterten »Vorfall« mit einem der Schiffe gegeben.
Der Iran hatte zuletzt mehrfach Schiffe daran gehindert, nahe der Küste des Oman durch die Meerenge zu fahren. Die Regierung in Teheran versucht mit ihrem Vorgehen, Schiffe zur Nutzung iranischer Gewässer und zur Zahlung für eine sichere Durchfahrt zu zwingen.

Iranische Behörden melden massive Schäden an Wasserversorgung
Nach den jüngsten US-Angriffen sind iranischen Behörden zufolge massive Schäden an der Wasserversorgung im Süden des Landes entstanden. 18 Einrichtungen, darunter Meerwasserentsalzungsanlagen, seien beschädigt worden, teilte die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf einen Behördenvertreter der Provinz Hormusgan mit. Demnach wurden zehn Anlagen bei den Luftangriffen vollständig zerstört.
Zu Beginn der jüngsten Eskalation Anfang Juli wurde laut dem Bericht eine Meerwasserentsalzungsanlage auf der Insel Gheschm durch die Angriffe außer Betrieb gesetzt. Dadurch sei die Wasserversorgung für gut 120.000 Menschen beeinträchtigt worden.
Ölpreis fällt nach US-Angriffspause im Iran
Der Ölpreis hat zum Wochenbeginn nach dem Ende der US-Angriffsserie auf den Iran deutlich nachgegeben. Der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent lag zeitweise bei ungefähr 92 US-Dollar je Barrel (159 Liter) und damit mehr als fünf Prozent im Minus.
Die USA hatten zuvor 13 Nächte in Folge den Iran angegriffen, woraufhin der Preis für die Nordseesorte Brent anstieg und die Marke von 100 US-Dollar je Barrel überschritt. Die jüngste Pause der US-Angriffe am Wochenende nährte erneut Hoffnung auf eine Deeskalation in dem Konflikt. Auch der Iran hatte angedeutet, seine Angriffe auszusetzen.
Schiffsverkehr sinkt nach Angriffen auch im Roten Meer
Wegen der Blockade der Straße von Hormus sind saudi-arabische Öltanker in den vergangenen Wochen auf die Meerenge Bab al-Mandab ausgewichen, um Rohstoffe über das Rote Meer auf den Weltmarkt zu bringen. Aber nach wiederholten Angriffen der proiranischen Huthi-Miliz ist der Schiffsverkehr auch dort eingebrochen.
Am Sonntag durchquerten nur elf Handelsschiffe die Meerenge an der Küste des Jemen – der niedrigste Stand seit Monaten. Das zeigen neue Daten der Analysefirma Kpler. Auch der Verkehr durch die Straße von Hormus blieb am Wochenende weiter gering.

Iran droht der Ukraine nach Vorfall im Kaspischen Meer
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi macht die Ukraine für den Beschuss eines iranischen Handelsschiffs im Kaspischen Meer verantwortlich und kündigte eine Reaktion an. Der Vorfall, bei dem ein Seemann getötet worden sei, sei ein »eklatanter Verstoß gegen die UN-Charta«, schreibt Araghtschi auf X.
Der Außenminister warf der Ukraine vor, »auf Geheiß Israels« gehandelt zu haben. In Telefonaten mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow habe er deutlich gemacht, dass das Vorgehen »nicht unbeantwortet bleiben« dürfe.
Selenskyj hatte am Samstagvormittag mitgeteilt, dass weitreichende ukrainische Drohnen Schiffe im Kaspischen Meer getroffen hätten. Einige davon hätten militärische Güter geladen, sagte Selenskyj, präzisierte die Angaben aber nicht.
Iran und USA setzen Angriffe aus
Die USA und der Iran haben am Wochenende von gegenseitigen Angriffen abgelassen. Stattdessen bemühen sich beide Länder offenbar um Verhandlungen. US-Präsident Donald Trump will seinem Botschafter bei den Vereinten Nationen zufolge der Diplomatie eine Chance geben. »Er gibt den Gesprächen etwas Raum, er lässt ihnen ein wenig Zeit«, sagte UN-Botschafter Mike Waltz dem Sender Fox News. Details nannte er nicht.
Öltanker soll in der Straße von Hormus explodiert sein
Nach Berichten iranischer Medien ist ein Öltanker in der Straße von Hormus explodiert. Der Tanker sei von der vom Iran vorgeschriebenen Route abgewichen und auf eine Seemine aufgelaufen. Das berichteten die dem Militär und der Revolutionsgarde nahestehenden Nachrichtenagenturen Defapress und Tasnim. Der Tanker habe zuvor sein Radarsystem ausgeschaltet. Die iranischen Behörden äußerten sich zunächst nicht.
Revolutionsgarde will Schiffe in der Straße von Hormus gestoppt haben
Irans Militär hat nach eigenen Angaben sechs Handelsschiffe vor der Straße von Hormus abgefangen. Kein Schiff könne passieren, ohne die iranischen Vorschriften einzuhalten, hieß es. Versuche des US-Militärs, den Kurs von Schiffen zu ändern, würden mit »einer entschlossenen Reaktion und Warnschüssen beantwortet«. Als Folge seien die betroffenen Schiffe gezwungen, umzukehren.
Der Außenamtssprecher des Iran, Ismail Baghai, sagte laut dem englischsprachigen Staatssender PressTV, es gebe keine Veränderung der Verkehrslage in der Straße von Hormus. Der Sprecher verwies auf bilaterale Gespräche mit Vertretern des Oman, dessen Territorialgewässer einen Teil der internationalen Schifffahrtsroute umfassen.

Iran bezeichnet Gespräche mit Oman als produktiv
Vertreter des Iran und des Oman haben nach Angaben des iranischen Außenministeriums in Teheran Gespräche über die Straße von Hormus geführt. Die Gespräche seien produktiv gewesen, teilte das Ministerium mit. Weitere Absprachen dauerten an.

Erstmals seit zwei Wochen keine US-Angriffe auf den Iran
Die USA haben eine Serie von 13 Nächten mit Angriffen auf den Iran unterbrochen. Auf die Frage nach der Pause sagte ein hochrangiger Vertreter der US-Regierung, Präsident Donald Trump habe »immer deutlich gemacht, dass er der Diplomatie den Vorzug gibt, aber er hat dem Iran gezeigt, was passieren wird, wenn sie nicht ernsthaft an den Verhandlungstisch zurückkehren«. Das US-Militär teilte mit, dass die Seeblockade gegen den Iran »weiterhin in vollem Umfang in Kraft« sei.
Weiter gab es keine Berichte über Angriffe des Iran auf Nachbarländer, wie sie bisher täglich als Reaktion auf die US-Angriffe stattgefunden hatten.

Iran verurteilt mutmaßlichen Angriff der Ukraine
Die iranische Führung hat gegen einen mutmaßlichen ukrainischen Angriff im Kaspischen Meer protestiert, bei dem ein Matrose eines Frachtschiffs getötet und ein weiterer verletzt worden sein soll. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj habe die Angriffe auf Frachtschiffe in der Region eindeutig eingeräumt, teilte das Außenministerium in Teheran mit. Dabei handle es sich um einen Akt der Aggression und einen Bruch mit dem Völkerrecht.
Tatsächlich hatte Selenskyj am Samstagvormittag verkündet, dass weitreichende ukrainische Drohnen Schiffe im Kaspischen Meer getroffen hätten. Einige davon hätten militärische Güter geladen, sagte Selenskyj, präzisierte die Angaben aber nicht.

Russland gibt laut Selenskyj Satellitendaten an Iran weiter
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat davor gewarnt, dass Russland seine Satellitenbeobachtungen an den Iran weitergebe. So beobachte die Ukraine seit Anfang Juli eine aktive russische Satellitenüberwachung der Golfstaaten und der dort befindlichen US-Militäreinrichtungen – die Bilder daraus »tauchen später im Iran auf«, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Zugleich bestehe ein Zusammenhang zwischen den russischen Satellitenbildern dieser Standorte und iranischen Angriffen, »sowohl vor den Angriffen, bei deren Vorbereitung, als auch danach, um den verursachten Schaden zu bewerten«.

vor 2 Tage
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