Iran-Krieg – News am Freitag: Iran beschießt Israel mit Streumunition, Israel greift Teheran und Beirut an

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Dominik Nicolas Peters

Iran: Raketen mit Streumunition auf Israel abgefeuert

Irans Luftstreitkräfte haben in zwei neuen Wellen Raketen auf Israel gefeuert. Dabei seien auch Gefechtsköpfe mit Streumunition zum Einsatz gekommen, berichtete der staatliche iranische Rundfunk. »Raketenregen auf dem Weg nach Tel Aviv«, betitelte der Rundfunk ein Video, das Leuchtspuren der sogenannten Clustermunition zeigen soll. In Israel wurde Raketenalarm ausgelöst. Auch israelische Medien berichten darüber.

Der Einsatz von Streumunition ist international weitgehend geächtet, weil sie große Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders für Zivilisten gefährlich ist. Israels Armee hatte Iran bereits zuvor vorgeworfen, Streubomben auf Israel abgeschossen zu haben. 

In der Küstenmetropole Tel Aviv waren laute Explosionsgeräusche zu hören. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Berichten zufolge gab es Schäden durch den Einschlag von Raketenteilen. Laut der israelischen Armee war die Raketenabwehr im Einsatz, um die Geschosse abzufangen. 

Holger Dambeck

Hisbollah-Miliz warnt Bewohner im Norden Israels

Die von Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon hat die Bewohner im Norden Israels zum Verlassen des Gebiets aufgerufen. Die Angriffe der israelischen Armee im Libanon würden »nicht ohne Reaktion bleiben«, drohte die Schiitenorganisation. Sie rief dazu auf, alle israelischen Siedlungen innerhalb von fünf Kilometern von der Grenze entfernt zu räumen. Es war die erste Warnung der Miliz dieser Art seit Ausbruch des Irankriegs.

Israels Armee hatte zuvor ihrerseits die Bewohner mehrerer dicht besiedelter Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut aufgefordert, diese zu verlassen. Die betroffenen Viertel gelten als Hochburg der Hisbollah. Am Donnerstagabend begann Israels Armee dort mit Angriffen. Einwohner berichteten von Explosionen.

Die Hisbollah hatte in der Nacht zu Montag begonnen, als Reaktion auf die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ali Khamenei Raketen auf Israel zu schießen. Seitdem greift auch Israel an.

Holger Dambeck

Evakuierungsflug für Deutsche aus Saudi-Arabien geplant

Die Bundesregierung will bei ihrer Evakuierungsaktion für Deutsche aus der Golf-Region neben den Sonderflügen aus dem Oman auch einen Flug aus Saudi-Arabien anbieten. »Wir sind derzeit auch in den Planungen für einen vierten Sonderflug, dann aus Riad in Saudi-Arabien«, sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) am Donnerstagabend in einem Onlinevideo. Geprüft werde auch, ob weitere Sonderflüge »notwendig sind und möglich sind«.

Im Zuge der Evakuierungsaktion war am Donnerstagmorgen eine erste Maschine aus Maskat in Oman in Frankfurt am Main gelandet. An Bord des Airbus A340 der Lufthansa waren laut Wadephul mehr als 250 Menschen.

Ein weiterer Sonderflug aus Maskat mit einer Airbus-Maschine der Fluggesellschaft Condor wurde am Freitagmorgen in Frankfurt erwartet. Dann soll es noch einen dritten Evakuierungsflug aus Maskat geben – und den vierten Sonderflug aus Saudi-Arabien.

Ausgeflogene müssten nach Konsulargesetz jeweils 500 Euro als Beteiligung zahlen. Um Informationen über die Flüge zu erhalten, müssten Betroffene sich in die Krisenvorsorgeliste »Elefand« des Auswärtigen Amts eintragen.

Holger Dambeck

Eingeschränkter Flugbetrieb startet in Dubai und Abu Dhabi 

Die Fluggesellschaften Emirates und Etihad Airways haben am Freitag einen eingeschränkten Flugbetrieb zu wichtigen internationalen Städten an ihren Drehkreuzen in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufgenommen. Wegen des Irankriegs und der Bedrohung durch Raketenbeschuss war der Flugverkehr zunächst eingestellt worden. 

Etihad gab am Freitag bekannt, den Flugbetrieb im Zeitraum vom 6. bis 19. März mit einem eingeschränkten Flugplan wieder zu starten. Die Flüge werden von und nach Abu Dhabi zu 25 Zielen, darunter London, Paris, Frankfurt, Delhi, New York und Toronto, angeboten. 

Emirates, die zweite nationale Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate mit Sitz in Dubai, teilte am späten Donnerstag mit, dass sie bis auf Weiteres einen reduzierten Flugplan zu 82 Zielen, darunter London, Sydney, Singapur und New York, anbietet. Passagiere mit Transit in Dubai werden nur befördert, wenn ihr Anschlussflug planmäßig stattfindet. 

Laut der Website Flightradar24 hatte sich das Passagieraufkommen am Flughafen Dubai, normalerweise der verkehrsreichste der Welt, bis Donnerstag im Vergleich zum Mittwoch fast verdoppelt, lag aber weiterhin nur bei etwa 25 Prozent des Normalniveaus. 

Holger Dambeck

Auch Repräsentantenhaus gibt Trump im Irankrieg freie Hand

Nach dem US-Senat hat auch das Repräsentantenhaus in Washington gegen einen Versuch gestimmt, die Befugnisse von Präsident Donald Trump im Irankrieg zu beschneiden. Die entsprechende Resolution wurde am Donnerstag mit einer Mehrheit von 219 zu 212 Stimmen in der Kongresskammer blockiert. Dabei stimmten auch einige Abgeordnete der oppositionellen Demokraten mit Trumps Republikanern.

Mit der Resolution sollte Trump untersagt werden, den Militäreinsatz gegen Iran ohne Beschluss des US-Kongresses fortzusetzen. Ein ähnlicher Text war bereits am Mittwoch im Senat gescheitert. Laut der US-Verfassung hat eigentlich der Kongress die Befugnis, Kriege zu erklären. US-Präsidenten beider Parteien haben sich seit dem Zweiten Weltkrieg aber immer wieder darüber hinweggesetzt. 

Die Abstimmungen in Senat und Repräsentantenhaus galten als Stimmungstest für Trump, dessen Republikaner in beiden Kongresskammern eine knappe Mehrheit haben. Deutlich wurde nun, dass die Republikaner trotz vieler Bedenken hinsichtlich des Irankriegs weitestgehend nicht gewillt sind, sich gegen ihren Präsidenten zu stellen.

Holger Dambeck

Leseempfehlung: Wird Khameneis Sohn Irans neuer starker Mann?

Mojtaba Khamenei rückt überraschend ins Zentrum der Machtkämpfe um die Führung in Iran. Zwar fehlt dem Sohn des getöteten Führers die Qualifikation. Doch für Militär und die Businesselite ist er die beste Wahl. Den ganzen Text lesen Sie hier

Holger Dambeck

Hotels in Bahrain bei iranischen Angriffen beschädigt 

Bei iranischen Angriffen auf Bahrains Hauptstadt Manama sind nach Angaben des dortigen Innenministeriums zwei Hotels und ein Wohngebäude getroffen worden. Dabei sei »materieller Schaden« entstanden, es sei aber niemand ums Leben gekommen, erklärte das Innenministerium in der Nacht auf Freitag im Kurzbotschaftendienst X. 

Angegriffen wurde auch ein Luftwaffenstützpunkt in Saudi-Arabien – jedoch offenbar ohne Erfolg. Die Luftabwehr habe drei ballistische Raketen, die in Richtung der Prince Sultan-Basis abgefeuert worden seien, abgefangen und zerstört, teilte das saudische Verteidigungsministerium in der Nacht auf X mit. Irans Streitkräfte attackieren neben Israel auch Stellungen in den Golfstaaten, darunter neben Saudi-Arabien in Bahrain, Katar, Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten und im Irak. In diesen Staaten haben die USA Stützpunkte. 

Iran hatte seit Kriegsbeginn am Samstag eigenen Angaben zufolge mehr als 500 ballistische Raketen und Marschflugkörper abgefeuert. Nach Angaben des zuständigen US-Kommandeurs Admiral Brad Cooper feuert Iran mittlerweile auch deutlich weniger Raketen ab. 

Holger Dambeck

US-Oberbefehlshaber: Mehr als 30 iranische Schiffe versenkt

Die US-Streitkräfte haben seit Beginn des Irankriegs nach eigenen Angaben mehr als 30 Schiffe der iranischen Marine versenkt. »Wir sind jetzt bei mehr als 30 Schiffen«, sagte der Leiter des für den Nahen Osten zuständigen Militärkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.

Erst vor wenigen Stunden sei ein iranischer Drohnen-Träger von der Größe eines Flugzeugträgers aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs getroffen worden, sagte Cooper. »Während wir sprechen, steht er in Flammen.«

Zugleich sei die Zahl iranischer Angriffe mit ballistischen Raketen seit dem ersten Kriegstag um 90 Prozent zurückgegangen, sagte der Admiral. »Drohnenangriffe sind seit Tag eins um 83 Prozent zurückgegangen.«

Ziel sei es nicht nur, ballistische Raketen Irans zu zerstören, sondern auch die Raketenindustrie des Landes, fügte Cooper hinzu. »Während wir zur nächsten Phase dieses Einsatzes übergehen, werden wir systematisch die iranischen Fähigkeiten für die Raketenproduktion für die Zukunft zerstören.«

Holger Dambeck

Vereinigte Arabische Emirate erwägen Einfrieren iranischer Vermögenswerte 

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) erwägen laut einem Bericht ‌des »Wall Street Journal«, iranische Vermögenswerte in Milliardenhöhe einzufrieren. Die Zeitung beruft sich dabei auf mit den Gesprächen vertraute Personen. 

Dieser Schritt könnte Teherans Zugang zu Devisen und zum Welthandel inmitten des militärischen Konflikts zwischen den USA und Israel einschränken. Konkret geht es laut dem Bericht um Vermögenswerte von in den Emiraten ansässigen Schattenfirmen, die zur Verschleierung von Handelsgeschäften genutzt werden. 

Denkbar sei auch, gegen lokale Devisenwechselstuben vorzugehen, die für Geldtransfers außerhalb formeller Bankkanäle genutzt werden. Zudem erwägen die Entscheidungsträger der Vereinigten Arabischen Emirate laut dem Bericht auch die Beschlagnahmung iranischer Schiffe. 

Holger Dambeck

Trump: Nach Iran ist Kuba »nur eine Frage der Zeit«

US-Präsident Donald Trump will sich nach eigener Aussage mit Kuba befassen, sobald der Konflikt in Iran beendet ist. Er wolle diesen Konflikt zuerst abschließen, sagte Trump bei einem Empfang des Fußballteams Inter Miami im Weißen Haus. Danach sei es »nur eine Frage der Zeit, bis Sie und viele großartige Menschen« nach Kuba zurückkehren könnten. Die Regierung in Havanna wolle unbedingt eine Einigung erzielen. 

Eine Stellungnahme Kubas liegt zunächst nicht vor. Die USA haben nach dem von ihnen erzwungenen Machtwechsel in Venezuela die Öllieferungen des bisherigen Verbündeten an Kuba gestoppt und die Insel damit unter Druck gesetzt. 

Trump hatte Ende Februar eine »freundliche Übernahme« des kommunistisch regierten Kubas ins Spiel gebracht. »Sie haben kein Geld, sie haben momentan überhaupt nichts. Aber sie sprechen mit uns, und vielleicht werden wir eine freundliche Übernahme Kubas vornehmen«, sagte Trump damals vor Journalisten im Weißen Haus. Was genau er damit meinte, erklärte der US-Präsident nicht.

Holger Dambeck

Leseempfehlung: Irans Billigwaffen bringen die teuerste Flugabwehr der Welt an ihre Grenzen

Hunderte iranische Drohnen, millionenteure Abfangraketen, schrumpfende Vorräte: Im Krieg gegen Iran droht den USA ein ähnliches Dilemma wie der Ukraine im Kampf gegen Russland. Nun bietet Kyjiw Hilfe an – unter einer Bedingung. Den ganzen Text lesen Sie hier

Holger Dambeck

Israel: Tötung von Khamenei »im Einklang mit dem Völkerrecht«

Israel hat die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Khamenei als vereinbar mit dem Völkerrecht bezeichnet. Gemäß dem Völkerrecht könnten Kommandeure, »die während eines Krieges die Streitkräfte befehligen, legitime militärische Ziele darstellen«, erklärte der für die internationale Presse zuständige israelische Armeesprecher Nadav Shoshani am Donnerstag im Onlinedienst X.

Khamenei sei als Oberbefehlshaber der iranischen Streitkräfte die »höchste militärische Autorität« in Iran gewesen. Er habe »den Einsatz von Gewalt gegen Israel« angeordnet sowie die Finanzierung und Bewaffnung der mit Iran verbündeten Milizen in der Region, unter ihnen die Hisbollah im Libanon und die Huthis im Jemen, überwacht.

Der Angriff auf Khamenei sei ausgeführt worden, als dieser »in Begleitung anderer hochrangiger iranischer Militärs war, die ebenfalls legitime militärische Ziele darstellten«, erklärte Shoshani. Laut iranischen Staatsmedien waren bei dem Angriff auch Khameneis Frau, einer ihrer Schwiegersöhne und zwei ihrer minderjährigen Enkelkinder getötet worden.

Holger Dambeck

Hegseth: »Wir haben keinen Mangel an Munition«

Im Krieg gegen Iran sehen sich die USA haushoch überlegen und für einen längeren Einsatz gewappnet. »Wir haben keinen Mangel an Munition«, sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Pressekonferenz. Die Vorräte an offensiven und defensiven Waffen ermöglichten es, die Kampagne »so lange aufrechtzuerhalten, wie es nötig ist«. Er trat damit Befürchtungen einiger Demokraten entgegen, die sich zuletzt besorgt über die große Menge Munition gezeigt hatten, die die USA in dem Krieg einsetzen. 

Die Regierung in Iran habe sich verkalkuliert, wenn sie davon ausgehe, dass Washington den Einsatz nicht langfristig durchhalten könne, sagte Hegseth an Teheran gewandt. »Das ist eine sehr üble Fehleinschätzung«.

Nach Angaben des Chefs des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Admiral Brad Cooper, haben US-Streitkräfte in den vergangenen 72 Stunden fast 200 Ziele tief in Iran angegriffen, darunter auch in der Nähe von Teheran. Erst in der vergangenen Stunde hätten Tarnkappenbomber vom Typ B-2 mehrere Dutzend bunkerbrechende Bomben mit einem Gewicht von jeweils rund 2.000 Pfund (etwa 900 Kilogramm) gegen tief verborgene Abschussanlagen für ballistische Raketen abgeworfen. 

Holger Dambeck

US-Oberbefehlshaber: Mehr als 30 iranische Schiffe versenkt

Die US-Streitkräfte haben seit Beginn des Irankriegs nach eigenen Angaben mehr als 30 Schiffe der iranischen Marine versenkt. »Wir sind jetzt bei mehr als 30 Schiffen«, sagte der Leiter des für den Nahen Osten zuständigen Militärkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.

Erst vor wenigen Stunden sei ein iranischer Drohnen-Träger von der Größe eines Flugzeugträgers aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs getroffen worden, sagte Cooper. »Während wir sprechen, steht er in Flammen.«

Zugleich sei die Zahl iranischer Angriffe mit ballistischen Raketen seit dem ersten Kriegstag um 90 Prozent zurückgegangen, sagte der Admiral. »Drohnenangriffe sind seit Tag eins um 83 Prozent zurückgegangen.«

Ziel sei es nicht nur, ballistische Raketen Irans zu zerstören, sondern auch die Raketenindustrie des Landes, fügte Cooper hinzu. »Während wir zur nächsten Phase dieses Einsatzes übergehen, werden wir systematisch die iranischen Fähigkeiten für die Raketenproduktion für die Zukunft zerstören.«

Holger Dambeck

Flughafen Abu Dhabi: Etihad Airways will ab Freitag erste Flüge starten

Die großen Flughäfen auf der Arabischen Halbinsel mussten wegen des Irankriegs ihren Betrieb einstellen. Tausende Touristen warten auf eine Möglichkeit, endlich weiterfliegen zu können. 

Mit Etihad Airways hat nun eine der großen Airlines den Start erster Flüge von und nach Abu Dhabi angekündigt. Vom 6. bis 19. März soll es einen eingeschränkten Flugbetrieb zu wichtigen Destinationen wie Kairo, Delhi, London, Frankfurt, New York, Paris, Moskau, Toronto und Zürich geben, teilte das Unternehmen am Freitag mit. 

Luca Wolpers

Israel greift erneut südliche Vororte Beiruts an

Die israelische Armee hat nach einem Evakuierungsaufruf Angriffe auf den Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut geflogen. Nach Armeeangaben richteten sich die Attacken gegen die Infrastruktur der Hisbollah im Vorort Dahija. Libanesische Staatsmedien berichteten ebenfalls von Angriffen in den südlichen Vororten. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Bereits seit Montag greift Israel Teile Dahijas an. Israels rechtsextremer Finanzminister Bezalel Smotrich hatte jüngst damit gedroht, dass die Vororte schon bald wie die großflächig zerstörte Stadt Chan Junis im Gazastreifen aussehen würden. Die israelische Armee forderte die Einwohner auf, die Gegend zu verlassen. 

Das libanesische Gesundheitsministerium teilte mit, dass seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon die Zahl der Todesopfer auf 123 gestiegen ist. 683 Menschen seien verletzt worden. Wie viele der Opfer Zivilisten sind, war demnach unklar.  

Luca Wolpers

Israel sieht erhöhte Anschlagsgefahr für seine Bürger im Ausland 

Israel warnt seine Bürgerinnen und Bürger wegen der angespannten Sicherheitslage in der Region vor Anschlägen im Ausland. Seit Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe in Iran habe sich die Gefahr erhöht, die von Einzeltätern sowie von iranischen Behörden ausgehe, mahnte der Nationale Sicherheitsrat. 

In den vergangenen Tagen seien demnach geplante Angriffe auf Israelis vereitelt worden. Details nannte das Gremium nicht. Tausende Israelis sind derzeit im Ausland gestrandet.

Im Fokus stehen den Angaben zufolge israelische und jüdische Ziele weltweit – vor allem aber in Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Bahrain, die Iran als Reaktion auf die israelisch-amerikanischen Angriffe attackiert. Israelis sollten bis auf Weiteres Flüge mit einem Umstieg in den VAE vermeiden. Zudem empfahl der Nationale Sicherheitsrat, im Ausland jüdische sowie israelische Symbole in der Öffentlichkeit nicht sichtbar zu tragen. Auch vom Besuch von Synagogen und anderen jüdischen Einrichtungen riet das Gremium ab. 

Wadephul kündigt Sonderflug aus Riad an

Die Bundesregierung will nach drei Sonderflügen aus dem Oman auch aus der saudischen Hauptstadt Riad in der Nahostregion gestrandete Deutsche in die Heimat zurückbringen. Das kündigte Außenminister Johann Wadephul (CDU) auf Instagram an.

Die Nachrichtenagentur dpa berichtet unter Verweis auf ein Papier  des Auswärtigen Amts zur Information des Bundestageshttps://www.instagram.com/p/DVg7a4hjHFI/, der Flug solle aus Saudi-Arabien am Sonntagnachmittag mit einer gecharterten Maschine der Fluggesellschaft Sundair organisiert werden. Zur Vorbereitung der Ausreise sollten besonders verletzliche Deutsche wie Schwangere, Kranke oder Ältere auf dem Landweg aus dem Golfemirat Katar nach Riad gebracht werden. 

Ukrainische Unterstützung gegen Irans Drohnen? »Ich nehme jede Hilfe«, sagt Trump

Gibt es eine konkrete Anfrage der Vereinigten Staaten an die Ukraine, US-Truppen und Verbündeten bei der Abwehr iranischer Shahed-Drohnen zu helfen? Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte davon berichtet. Von Reuters gefragt, ob er Hilfe aus Kyjiw gegen die Drohnen aus Teheran annehmen würde, hat der US-Präsident mögliche entsprechende Pläne zumindest nicht dementiert. »Selbstverständlich – ich nehme jede Hilfe von jedem Land an«, sagte Donald Trump nach Angaben der Nachrichtenagentur. 

Französischer Evakuierungsflug muss wegen Raketenbeschusses umkehren

Ein von der französischen Regierung gecharterter Air-France-Flug, der französische Staatsangehörige aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zurückbringen sollte, musste wegen Raketenbeschusses in dem Gebiet umkehren. Das erklärte der französische Verkehrsminister Philippe Tabarot auf X

»Diese Situation spiegelt die Instabilität in der Region und die Komplexität von Rückführungsoperationen wider«, fügte Tabarot hinzu. Die Rückkehr der Betroffenen könne »nur unter garantierten Sicherheitsbedingungen« erfolgen. Frankreich hatte am Mittwoch Rückführungsflüge aus dem Nahen Osten aufgenommen. 

USA setzen Betrieb in ihrer Botschaft in Kuwait aus

Die Vereinigten Staaten haben den Betrieb ihrer Botschaft in Kuwait-Stadt eingestellt. Das teilte das US-Außenministerium in einer Erklärung mit. Hintergrund sind iranische Vergeltungsangriffe auf Kuwait. Seit Kriegsbeginn hat Iran das mit den USA verbündete Golfland wiederholt mit Raketen und Drohnen angegriffen. 

USA und Israel greifen Iran weiter an, Teheran antwortet mit Gegenschlägen. Auch die Hisbollah greift in die Kämpfe ein, Israels Militär fordert Einwohner in Beiruts Vororten auf, diese zu verlassen. Die Nato erhöht die Bedrohungsstufe für das militärische Hauptquartier und weitere Kommandoposten. Was am Donnerstag geschah, können Sie hier lesen. An dieser Stelle geht es mit den aktuellen Entwicklungen weiter.

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