Huthi-Miliz im Jemen: Huthis melden Angriffe auf Ölinfrastruktur Saudi-Arabiens

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Der Konflikt zwischen den Huthis und Saudi-Arabien eskaliert weiter. Die Miliz will erneut Ziele im Königreich attackiert haben, auch aus dem Irak kamen Drohnenangriffe.

Quelle: DIE ZEIT, AFP, dpa, Reuters, Aktualisiert am 27. Juli 2026, 17:21 Uhr

 Am 25. Juli steigt nach einem Angriff auf Dschisan in Saudi-Arabien Rauch auf.
Am 25. Juli steigt nach einem Angriff auf Dschisan in Saudi-Arabien Rauch auf. © Reuters

Die jemenitische Huthi-Miliz hat Saudi-Arabien eigenen Angaben zufolge mit Drohnen angegriffen. Die Attacken richteten sich demnach gegen Infrastruktur für den Transport von Öl aus dem Osten Saudi-Arabiens nach Janbu im Westen am Roten Meer. Huthi-Sprecher Jahja Saree sprach von Angriffen »mit mehreren Drohnen«. Es handele sich um eine Reaktion auf das Eindringen von saudi-arabischen Drohnen in den jemenitischen Luftraum.

Saudi-Arabien bestätigte die Angriffe der Huthis aus dem Jemen zunächst nicht. Allerdings teilte das Königreich mit, es seien mehrere Drohnen aus dem Irak abgefangen und zerstört worden, die auf Ölanlagen im Osten des Landes sowie in der Hauptstadt Riad gezielt hätten. Die Angriffe seien von »iranisch unterstützten terroristischen Milizen« von irakischem Staatsgebiet aus verübt worden, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Turki al-Maliki. Man behalte sich vor, »zum geeigneten Zeitpunkt und am geeigneten Ort« zu reagieren.

In einer im Staatsfernsehen veröffentlichten Erklärung forderte die Regierung Saudi-Arabiens den Irak auf, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass sein Staatsgebiet als Ausgangspunkt für Angriffe genutzt wird. Saudi-Arabien und andere Länder in der Region warfen mit dem Iran verbündeten Milizen wiederholt Angriffe auf ihr Staatsgebiet vor.

Schiffsverkehr am Roten Meer bricht ein

Vor einer Woche hatten die Huthis eine »Blockade« saudi-arabischer Schifffahrt im Roten Meer verkündet. Wenige Tage später attackierten sie eigenen Angaben zufolge zwei Öltanker im Roten Meer, Saudi-Arabien griff Ziele in von der Miliz kontrolliertem Gebiet an. Auch am Wochenende gab es gegenseitige Angriffe.

Die Huthis kontrollieren im Jemen ein Gebiet, das an der Meerenge Bab al-Mandab liegt, dem Zugang zum Roten Meer. Bab al-Mandab ist ein wichtiger Seeweg für den internationalen Handel und den Export von Rohöl, insbesondere jetzt, wo die Schifffahrt durch die Straße von Hormus infolge des Irankriegs stark eingeschränkt ist.

Die jüngste Eskalation des Konflikts am Roten Meer hat deutliche Auswirkungen auf den Schiffsverkehr: Am Sonntag durchquerten laut dem Analysehaus ‌Kpler nur elf Handelsschiffe Bab al-Mandab – ⁠der niedrigste Stand seit ​Monaten.

Hintergrund der gegenseitigen Angriffe ist auch ein kürzlich wieder aufgeflammter, seit mehr als zehn Jahren andauernder Konflikt zwischen den Huthis und einer von Saudi-Arabien kontrollierten Militärkoalition. Diese unterstützt im jemenitischen Bürgerkrieg die international anerkannte Regierung des Landes.

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