Gianni Infantino: Fifa und Infantino sollen Kontakte zu US-Regierung offenlegen

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Nach der WM will ein US-Abgeordneter nun die Beziehungen der Fifa zur Trump-Regierung aufklären. Verbandschef Gianni Infantino soll im Justizausschuss befragt werden.

Quelle: DIE ZEIT, dpa, Reuters, Aktualisiert am 28. Juli 2026, 8:13 Uhr

Jamie Raskin FIFA Gianni Infantino Donald Trump
Fifa-Präsident Gianni Infantino soll seine Beziehungen zu US-Präsident Donald Trump und dessen Regierung offenlegen. © Jia Haocheng/​Pool/​Getty Images

Der demokratische US-Abgeordnete Jamie Raskin hat die Fifa und ihren Präsidenten Gianni Infantino aufgefordert, Informationen über Kontakte zur US-Regierung vorzulegen. In einem Brief verlangte er zudem von Infantino, für eine Befragung im Justizausschuss des Repräsentantenhauses zu erscheinen, wenn er in den USA sei. Raskin ist der ranghöchste Demokrat im Ausschuss.

Der einflussreiche Politiker forderte von Infantino eine Liste aller Geldtransfers und Geschenke des Verbands an US-Präsident Donald Trump, dessen Familie und die Regierung. Zudem solle die Fifa jegliche Kommunikation mit der US-Regierung rund um Ticketpreise bei der diesjährigen WM offenlegen. Darüber hinaus will Raskin Besucherlisten aus den Fifa-Büros in Miami und New York einsehen. Die Fifa und Infantino wurden aufgefordert, bis zum 9. August zu antworten.

Fifa mietet Büro im Trump Tower

Raskin verwies auch darauf, dass der Verband eine Bürofläche im New Yorker Trump Tower angemietet hatte, die zu Marktpreisen um die 600.000 Dollar pro Jahr kosten könne. Zusammen mit dem »urkomisch unechten« Friedenspreis erwecke dies den Eindruck, dass die Fifa sich dadurch von Trump und dessen Regierung Entscheidungen zugunsten des Weltverbandes erhoffe, schrieb der Kongressabgeordnete.

Der einflussreiche demokratische US-Abgeordnete Jamie Raskin. © Andrew Harnik/​Getty Images

Der Fifa-Präsident reagierte bisher nicht direkt auf die Forderungen. In einem Beitrag auf Instagram schrieb er lediglich, dass Kritiker der WM Hass und »falsche Gerüchte« verbreiten würden. Ein Sprecher des Weißen Hauses kritisierte Raskin im Sportmagazin The Athletic und lobte Trump für die Fußball-WM.

Die geforderte Untersuchung hat zunächst wohl wenig Aussicht auf Erfolg. Die Demokraten sind im Repräsentantenhaus in der Minderheit, daher hat Raskin kein Vorladungsrecht. Sollte seine Partei bei den Zwischenwahlen im November erneut die Mehrheit erlangen, könnten seine Forderungen mehr Gewicht bekommen.

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