Erdbeben in Kumamoto: Mindestens fünf Tote durch Erdbeben in Japan

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Nach der von dem Beben ausgelösten Explosion in einem Einkaufszentrum sind zwei Leichen geborgen worden. Auch in anderen Teilen Japans werden Tote gemeldet.

Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP, 29. Juli 2026, 3:28 Uhr

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Das teilweise zerstörte Gebäude des Einkaufszentrums Aeon Mall in Kashima in der Präfektur Kumamoto. © kyodo/​dpa

Einen Tag nach dem schweren Erdbeben im Südwesten Japans ist die Zahl der Toten auf mindestens fünf gestiegen. Zwei von ihnen seien in einem Einkaufszentrum in der Gemeinde Kashima entdeckt worden, teilte die Katastrophenschutzbehörde mit. Infolge des Erdbebens mit der Stärke 7,1 war es in der Aeon Mall zu einer Explosion gekommen, die eine Etage zum Einstürzen brachte. Bei den beiden Todesopfern handelt es sich laut Medienberichten um zwei junge Frauen.

Drei weitere Tote wurden den Angaben zufolge aus anderen Orten der Präfektur Kumamoto gemeldet. Es wird befürchtet, dass die Opferzahl weiter steigt, weil vor allem in dem teilweise eingestürzten Einkaufszentrum in Kashima noch Menschen vermutet werden. Rettungskräfte suchten dort weiter nach Vermissten. Durch das Beben wurden auch mehrere andere Gebäude und Straßen in der Region beschädigt. Mehrere Menschen erlitten örtlichen Medienberichten zufolge Verletzungen.

Ursache der Explosion vermutlich Gasleck

Als Ursache für die Explosion in dem Einkaufszentrum wird ein Gasleck vermutet. Der Fernsehsender NHK zeigte Aufnahmen eines Autofahrers vom Moment der Explosion, die Decken und Wände einstürzen ließ und das Stahlgerüst des Gebäudes freilegte. Laut dem Betreiber waren Mitarbeiter und Kunden zu diesem Zeitpunkt bereits wegen des Bebens aus dem Einkaufszentrum evakuiert worden.

Das Erdbeben hatte die Region am Dienstagnachmittag erschüttert. Es ereignete sich laut der japanischen Behörde für Wetter- und Geowissenschaften auf der Insel Kyushu. Mehrere Nachbeben folgten, darunter eines der Stärke 6,1. Eine Tsunami-Warnung wurde herausgegeben, kurz darauf aber wieder aufgehoben. Die Präfektur Kumamoto war bereits vor zehn Jahren von schweren Erdbeben getroffen worden. Knapp 300 Menschen kamen damals ums Leben, Zehntausende mussten zeitweise in Notunterkünften untergebracht werden.

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