Epstein-Files: US-Handelsminister Lutnick will zu Epstein aussagen

vor 17 Stunden 5

BenachrichtigungPfeil nach linksPfeil nach rechtsMerklisteAufklappenAbspielenPauseAbspielenWiederholen

Lutnick war einst ein Nachbar von Epstein. Wegen seiner Kontakte zu ihm steht der US-Handelsminister unter Druck. Nun will er sich einer Befragung im Kongress stellen.

4. März 2026, 3:32 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa,

 US-Handelsminister Howard Lutnick bei einer Aussage im Kapitol am 10. Februar
US-Handelsminister Howard Lutnick bei einer Aussage im Kapitol am 10. Februar © Chip Somodevilla/​Getty Images

US-Handelsminister Howard Lutnick will sich freiwillig zu seinen früheren Kontakten mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein befragen lassen. Lutnick sagte dem US-Portal Axios, er stimme einer Anhörung hinter verschlossenen Türen vor dem Kontrollausschuss des US-Repräsentantenhauses zu. Der Ausschuss ist Teil einer politischen Aufarbeitung des Missbrauchsnetzwerks des 2019 in Haft gestorbenen Finanziers.

"Ich habe nichts falsch gemacht und möchte die Dinge richtigstellen", zitierte Axios den Minister. Der Vorsitzende des Ausschusses, der Republikaner James Comer, erklärte, Lutnick habe sich proaktiv bereiterklärt, freiwillig auszusagen. Ein Transkript des Gesprächs solle nach juristischer Prüfung veröffentlicht werden.

Welche Beziehung hatte Lutnick zu Epstein?

Lutnick war in zuletzt veröffentlichten Akten des US-Justizministeriums im Zusammenhang mit Epstein erwähnt worden. Eine Nennung an sich heißt aber zunächst nichts. Dennoch hatten insbesondere Demokraten im Kongress zuletzt intensiv die Aufklärung über Art und Umfang der Kontakte Lutnicks zu Epstein und sogar seinen Rücktritt gefordert.

Zuletzt waren Ex-Präsident Bill Clinton und seine Frau, die frühere Außenministerin Hillary Clinton, befragt worden. Demokraten warfen James Comer daraufhin vor, ein politisch motiviertes Verfahren zu betreiben. Es solle doch eher "jemand befragt werden, der tatsächlich mit Jeffrey Epstein verkehrt hat", hieß es.

Lutnick hatte bereits im Februar vor einem Senatsausschuss erklärt, er habe "keine Beziehung" zu Epstein und nur wenig mit ihm zu tun gehabt. Der Minister war früher in New York Epsteins Nachbar. Vergangenes Jahr hatte er in einem Podcast über Epstein gesagt, er habe schon 2005 entschieden, mit dieser "widerlichen Person" nie wieder in einem Raum sein zu wollen. Zugleich geht aus veröffentlichten Dokumenten hervor, dass es auch Jahre danach noch Treffen gab, unter anderem einen Familienbesuch auf Epsteins Privatinsel im Jahr 2012. Straftaten habe er nie beobachtet, sagte Lutnick.

Gesamten Artikel lesen