Spätestens Anfang 2029 ist es mit der Regentschaft von Donald Trump als US-Präsident endgültig vorbei. Dass er so schnell in Vergessenheit gerät, ist eher nicht zu erwarten. Trotzdem setzt Trump schon jetzt alles daran, sich an möglichst vielen Stellen in der US-Hauptstadt zu verewigen. Beim Kennedy Center klappt das derzeit nicht besonders, dafür gibt es alternative Pläne.
So soll Washington, D.C. eine »Trump-Promenade« erhalten. Der US-Präsident kündigte am Donnerstag im Weißen Haus an, die neue Flaniermeile solle das Denkmal für den früheren Präsidenten Abraham Lincoln mit dem nahegelegenen Potomac-Fluss verbinden. »Sie wollen es die Trump-Promenade nennen«, sagte der 79-Jährige. »Ich weiß nicht, ob ich das will, aber es wird wunderschön werden«, fügte er hinzu.
Das Lincoln-Denkmal ist eine der meistbesuchten Attraktionen der US-Hauptstadt. In dem tempelartigen Gebäude befindet sich eine Marmorstatue des sitzenden Lincoln, der während des Bürgerkriegs von 1861 bis zu seiner Ermordung 1865 Präsident war.
Auf der anderen Potomac-Seite will Trump einen riesigen Triumphbogen errichten lassen. Dieser soll fast drei Mal so hoch werden wie das Brandenburger Tor in Berlin und anderthalb Mal so hoch wie der Pariser Triumphbogen.
Trump lässt Washington an mehreren Stellen umgestalten, um sich ein Denkmal zu setzen. So ließ er etwa den historischen Ostflügel des Weißen Hauses abreißen, um an dessen Stelle einen Ballsaal zu bauen – wobei auch dieses Projekt alles andere als reibungslos abläuft.
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Zudem ließ der Präsident seinen Namen an einer Reihe von Gebäuden anbringen. Dazu gehören das Friedensinstitut in der US-Hauptstadt und das Kulturzentrum Kennedy Center. Allerdings ordnete ein Gericht zuletzt an, dass der Name »Trump« von der Fassade des Kennedy-Centers wieder verschwinden muss, da der Kongress die Umbenennung hätte billigen müssen. Die von Trump vorgenommene Hinzufügung seines Namens war demnach rechtswidrig (mehr dazu hier).
Wichtige Frage: Was ist mit der Fassade?
Wie unter anderem die »Washington Post« berichtet , sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zentrums angehalten, den Anweisungen des Gerichts zu folgen. Demnach wurde am Donnerstag eine dreiseitige Mitteilung verschickt. In dieser wird das Personal angehalten, Trumps Namen unter anderem aus Briefköpfen, E-Mail-Signaturen und offiziellen Dokumenten zu streichen. Gleiches gilt für die Internetseite.
Laut der Zeitung wollte sich das Zentrum aber nicht zu der Frage äußern, ob und wann Trumps Name von der Fassade verschwinden wird. Dort steht derzeit: »The Donald J. Trump and The John F. Kennedy Memorial Center for the Performing Arts«.
Trump selbst hatte die Entscheidung des Richters alles andere als gelassen hingenommen. Er kündigte zugleich an, die Kontrolle über das Center an den Kongress übergeben zu wollen. »Solange es mir nicht freisteht, das zu tun, was ich besser kann als jeder andere – diese Institution physisch, finanziell und künstlerisch wieder aufzubauen – habe ich keinerlei Interesse daran, einen Weg fortzusetzen, der nur eine hoffnungslose Reise ins ›Nimmerland‹ wäre«, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.
Ab dem 4. Juli soll das Zentrum – so Trumps Plan – eigentlich über zwei Jahre renoviert werden. Doch auch diesen Schritt hatte das Gericht untersagt.

vor 1 Stunde
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