Es gibt eine Orchidee, die nach Angela Merkel benannt ist, eine »David-Bowie-Spinne« und nun auch einen BVB-Schmetterling. Das Insekt lebt in Südamerika und ist – wenig überraschend – schwarz-gelb. Seinen Namen verdankt es einem Mann, der Tausende Kilometer entfernt im Ruhrgebiet lebt.
Peter Klausmeier aus Dortmund hat die Namenspatenschaft des erst vor einigen Jahren im peruanischen Regenwald entdeckten Falters übernommen: »Bei einem Schmetterling dieser Farbgebung war mir sofort klar, dass der eigentlich nur einen Namen tragen sollte«, so der Biologe und Dauerkarteninhaber beim BVB: Das seltene Insekt mit einer Flügelspannweite von drei Zentimetern leuchtet auffällig schwarz-gelb und heißt nun Vanewrightia borussiadortmund. Mehrere Medien hatten zuvor über die Namenspatenschaft berichtet.
Wie der Biologe Klausmeier berichtet, hatte er zuvor in einem Sachbuch über die Möglichkeit gelesen, mit Namensvorschlägen für neu entdeckte Spezies ein besonderes Zeichen zu setzen: Der Verein Biopat vermittelt gegen Spenden Patenschaften für noch unbenannte Tier- oder Pflanzenarten. Das Geld des Namenspaten – in diesem Fall 2800 Euro – fließt dann in die Arbeit der Forscher und damit in den Artenschutz.
»Es passte einfach«
Jährlich werden Tausende Tiere und Pflanzen neu entdeckt. Da gehe so manchem Entdecker die Fantasie aus, wie man die alle benennen könne, so Klausmeier. »Mit einer Spende kann man aber ihre wichtige Arbeit für den Naturschutz unterstützen«, ist er überzeugt. Weil ihm das Konzept gefiel, suchte er in der Datenbank von Biopat nach einem passenden namenlosen Tier.
»Da war es Zufall, dass ich zuerst auf diesen schwarz-gelben Schmetterling stieß«, sagt er. Der Schmetterling sei einfach ein Sympathieträger, wie von den Trikots seiner Lieblingsmannschaft gehe vom Gelb der kleinen Flügel eine Signalwirkung aus, »um Gegner abzuschrecken«, sagt Klausmeier. »Es passte einfach.«

vor 9 Stunden
3










English (US) ·