Akko Verge S9 Ultra im Test: Günstiges & bequemes Gaming-Headset mit Top-Akku

vor 2 Tage 2

Das Akko Verge S9 Ultra ist nicht nur äußerst bequem, sondern auch verhältnismäßig günstig. Dank starkem Akku macht es auch nach einer Woche noch nicht schlapp.

Tastaturhersteller Akko steigt mit dem Verge S9 Ultra jetzt auch bei den Gaming-Headsets ein. Das kabellose bequeme Headset unterstützt Bluetooth sowie Funk und muss dank eines äußerst starken Akkus auch nach über einer Woche im täglichen Einsatz noch lange nicht ans Ladekabel gehängt werden. Wir haben die Peripherie getestet und verraten, wie es sich beim Zocken schlägt. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Zusammen mit dem Akko Verge S9 Ultra bekommt man den 2,4-GHz-Funkdongle, ein USB-A-zu-USB-C-Ladekabel sowie das abnehmbare Mikrofon. Eine Betriebsanleitung liegt ebenfalls bei.

Design

Das Akko Verge S9 Ultra wiegt gerade einmal 270 g (ohne Mikrofon) und ist damit angenehm leicht, sowohl in der Hand als auch auf dem Kopf. Farblich muss man sich beim Kauf zwischen Schwarz, Schwarz/Rot und Weiß/Lila entscheiden. Unser Testgerät kommt in der Farbkombination Schwarz/Rot daher und überzeugt mit einer sauberen Verarbeitung.

Die größenverstellbare rote Kopfhörerhalterung ist aus Aluminium, der Rest des Gehäuses aus schwarzem Kunststoff. Praktisch: Jede Größeneinstellung wird durch Einkerbungen im Rahmen angezeigt. Weitere rote Akzente setzen unter anderem die Nähte des Kunstleders am Kopfband. Das Ergebnis ist ein dezenter Look, der nicht sofort nach Gaming-Ästhetik schreit.

Akko Verge S9 Ultra - Bilder

Akko Verge S9 Ultra - Bilder

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Akko Verge S9 Ultra - Bilder

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Akko Verge S9 Ultra - Bilder

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Für die Ohrpolster verwendet Akko ebenfalls einen Kunstlederüberzug. Sie lassen sich problemlos zum Reinigen abnehmen und relativ unkompliziert wieder am Headset anbringen.

Sämtliche Bedienelemente befinden sich am linken Kopfhörer. Neben dem Power-Button liegen noch die Stummschalttaste und der Lautstärkeregler sowie der USB-C-Port und der AUX-Port für das Mikrofon.

Ausstattung

Das Verge S9 Ultra verfügt über drei Verbindungsmodi: kabelgebunden, 2,4-GHz-Funk und Bluetooth (5.3). Der USB-C-Funkdongle befindet sich gut versteckt von vornherein im USB-A-Adapter, lässt sich aber seitlich herausziehen. Das Gaming-Headset kann daher neben dem Windows-PC auch mit Mac, Android, iOS, PS4/5 und der Nintendo Switch verwendet werden.

Die Verbindung per Funk bleibt auf 120 m² durchgehend bestehen und verzögerungsfrei. Auch die Verbindung via Bluetooth funktioniert problemlos, sollte fürs Zocken aber grundsätzlich immer gemieden werden, da hier eine höhere Latenz besteht. Eine gleichzeitige Verbindung via BT und Funk ist nicht möglich, da man aktiv zwischen den Modi am Headset wechseln muss.

Die 53-mm-Treiber des Headsets arbeiten im Frequenzbereich von 12 bis 22.000 Hz und sind in der Lage, virtuellen 7.1-Surround-Sound zu erzeugen. Zusätzlich schaltet man durch doppeltes Drücken der Stummschalttaste zwischen den drei feingetunten Modi Movie, Music und FPS.

Das Mikrofon ist unidirektional und mit einem abnehmbaren Popschutz ausgestattet und verbindet per Aux-Anschluss mit dem Headset. Die LED am Mikrofon leuchtet, anders als sonst üblich, dann, wenn das Mikro aktiv ist. Der Arm lässt sich uneingeschränkt in die gewünschte Position biegen.

Software

Die Software Akko Audio installiert nicht nur die Treiber für das Gaming-Headset, sondern bietet auch eine Handvoll Einstellungsmöglichkeiten für das Verge S9 Ultra. Neben Equalizern und einem Pre-Amp kann man auch den virtuellen Surround-Sound hinzuschalten. Obwohl die App eine englische Sprachausgabe hat, sind die Namen der Equalizer-Presets zum Großteil in vereinfachtem Chinesisch.

Insgesamt gibt es sechs EQs, darunter Music und Movie. Weitere EQs sind auf Spiele wie CS2 und PUBG zugeschnitten. Sie lassen sich allesamt manuell anpassen und auch neue EQs kann man über die App erstellen und abspeichern.

Akko Verge S9 Ultra - Bilder App

Akko Verge S9 Ultra - Bilder App

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Für das Mikrofon gibt es ebenfalls einen Pre-Amp, sowie einen aktivierbaren Sidetone und eine Geräuschminderung. Ganz witzig sind die fünf Stimmeffekte, die man wahlweise über die eigene Stimme legen kann. Leider macht die App hier teilweise einen Strich durch die Rechnung, denn sie übernimmt die gewählten Einstellungen für das Mikrofon nicht immer. Wir konnten zwar durchgehend problemlos mit dem Mikrofon sprechen, das Aktivieren von Pre-Amp, Geräuschminderung oder den Stimmeffekten funktionierte jedoch nur teilweise.

Wir hoffen stark, dass diese Ungereimtheiten mit zukünftigen Updates glatt gebügelt werden, zum Testzeitpunkt hat die Akko-Sound-App aber definitiv noch viel Verbesserungsbedarf.

Soundqualität

Direkt vorweg: Für den Preis liefert Akko mit dem Verge S9 Ultra einen echt soliden Klang. Beim Zocken ist das Headset in der Lage, den Sound gut differenzierbar wiederzugeben. Im hektischen Overwatch hören wir trotz des permanenten Soundeffektfeuerwerks von Schüssen, Fähigkeiten und Voicelines die relativ prägnanten Schritte der Gegner, die uns zu flankieren versuchen. Gleichzeitig verstehen wir unsere Teammitglieder über Discord problemlos.

Beim Musikhören schwächelt es für uns etwas bei den Mids: Hier geht der Gesang, gerade bei härterer Musik, teilweise etwas unter. Der Bass kommt allerdings überraschend gut und übermannt den Sound für unseren Geschmack nicht zu sehr. Ruhigere Stücke kommen hier noch am besten zur Geltung. Der Surround-Sound klingt für uns sehr flach und blechern – beim Zocken kompetitiver Spiele sollte man den aber ohnehin immer ausschalten und auf die spielinterne Surround-Sound-Software zurückgreifen.

Das Mikrofon schwächelt leider etwas. Ohne hinzugeschalteten Pre-Amp, wir wählen 15 dB, ist es viel zu leise. Die Geräuschreduzierung funktioniert bis zu einem gewissen Grad einigermaßen gut. Im Hintergrund laufende Lautsprecherboxen können so bis zu einer bestimmten Lautstärke ausgeblendet werden. Wenn man also nicht gerade den Fernseher voll aufgedreht im Hintergrund laufen lässt, solle sie in der Lage sein, Geräusche relativ zuverlässig auszublenden.

Beim Sprechen klingt man über das Mikrofon etwas wie ein Pilot im Flugzeug. Zwar größtenteils verständlich, aber nicht kristallklar. Heftiges Übersteuern können wir während unseres Tests nicht feststellen. Für den Voice-Chat via Discord oder im Spiel reicht die Mikroqualität aus. Wirklich herausragend klingt man aber leider nicht.

Tragekomfort

Was den Tragekomfort angeht, überzeugen die Akko Verge S9 Ultra auf ganzer Linie. Die Ohrpolster mit Kunstlederüberzug liegen angenehm um die Ohren herum. Die Polsterdicke sorgt dafür, dass auch nach mehreren Stunden des Tragens auf den Ohren keine unangenehmen Druckstellen entstehen. Wie immer bei Kunstlederüberzügen wird es nach einer Zeit relativ warm. Während des Testzeitraums im Winter ließ sich das aber ziemlich gut aushalten.

Das Kopfbandpolster ist ebenfalls ausgesprochen bequem und zumindest für unseren Kopf ideal verteilt. Hier gefällt uns vor allem auch die Breite des Polsters. Auch nach mehreren Stunden drückt nichts. Da es ebenfalls mit Kunstleder überzogen ist, staut sich auch hier unweigerlich die Wärme, wenngleich natürlich nicht ganz so stark wie beim vollständig umschlossenen Ohr.

Die Aufhängung der Ohrmuscheln erlaubt keine Bewegung nach Innen oder Außen, wodurch sich das Headset nur bedingt bequem um den Hals tragen lässt.

Akkuleistung

Der 2000-mAh-Akku des Verge S9 Ultra überzeugt uns auf ganzer Linie. Wir haben das Headset via Funkdongle über eine Woche im täglichen Einsatz beim Zocken und am Ende immer noch 80 Prozent Restladung übrig. Unabhängig davon kann das Verge S9 Ultra problemlos kabelgebunden verwendet werden, sollte der Akku eines Tages doch mal leer sein.

Preis

Das Akko Verge S9 Ultra kostet 71 Euro im offiziellen Store.

Fazit

Das Akko Verge S9 Ultra bietet hervorragenden Tragekomfort, einen erstaunlich starken Akku und für den Preis von 71 Euro einen echt soliden Klang. Auch die Verarbeitung des verhältnismäßig günstigen Gaming-Headsets kann sich sehen lassen. Leider können die App und das Mikrofon hier nicht mitziehen. Neben teilweise fehlenden Übersetzungen innerhalb der App funktionieren die Soundeinstellungen für das Mikrofon nicht immer. Letzteres erledigt zwar seinen Job, klingt aber nur mittelmäßig.

Dennoch bietet das Akko Verge S9 Ultra für den Preis eine rundum grundsolide Leistung und dürfte gerade für diejenigen, die nach einer günstigeren Gaming-Headset-Alternative suchen, ein zufriedenstellendes Gesamtpaket liefern.

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